Antrag: Unterstützung für "Hackeclubs" soll steigen

Olsberg. Die Stadt Olsberg könnte ab dem kommenden Jahr die Unterstützung für örtliche Initiativen und Dorfgemeinschaften verstärken, die ehrenamtlich die Pflege städtischer Grünanlagen und Pflanzbeete in den Ortsteilen übernehmen. Einen entprechenden Antrag hat die CDU-Fraktion gestellt.

Hintergrund: Die so genannten "Hackeclubs" übernehmen eine wichtige Aufgabe für ein gepflegtes Ortsbild und entlasten dabei den städtischen Baubetriebshof, so die CDU. Die derzeitigen Fördersätze seien aber nicht mehr angemessen – sie sollen um 50 Prozent erhöht werden. Dies trage zur Stärkung des Ehrenamtes in der Stadt Olsberg bei, argumentierte CDU-Ratsfrau Sabine Menke: "Gleichzeitig hoffen wir, dass sich auch weiter Aktive für die Pflege der städtischen Grünanlagen finden."

Für die SPD kündigte Fraktionschef Rudolf Przygoda die Zustimmung zu diesem Vorstoß an. Allerdings müsse das Ehrenamt breiter verstanden werden als nur bei Pflegevereinbarungen: "Auch viele andere sind im Ehrenamt tätig – auch ihnen gebührt unsere Anerkennung." Franz-Josef Weigand (Bündnis 90 / Die Grünen) sieht das Problem in einer allgemein sinkenden Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren: "Geld allein wird es da nicht richten." Er regte an, dass die Stadtverwaltung im Dialog mit der Dorfgemeinschaften nach Lösungen suchen solle.

Bislang stellt die Stadt Olsberg fürdie Arbeit der "Hackeclubs" jährlich 15.000 Euro für alle Ortsteile zur Verfügung. Sie fließt – je nach Größe der Pflegeflächen und Umfang der Leistungen – an die Ortsvorsteher oder Dorfgemeinschaftsvereine. Sie übernehmen dann die konkrete Verteilung. Sollte der CDU-Antrag auf Zustimmung treffen, würde die jährliche Summe auf 23.000 Euro steigen. Der Antrag wurde nun in einem ersten Schritt zur weiteren Beratung an den Ausschuss Planen und Bauen verwiesen.
 
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