"NRW ohne Barrieren": Menschen mit Behinderung sind in Olsberg willkommen

"NRW ohne Barrieren": Menschen mit Behinderung sind in Olsberg willkommen

Barrierefreiheit Signet
Das Qualitätssiegel "Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren" steht für hohe Standards in Sachen Barrierefreiheit.

Olsberg. Eine Stufe vor einer Tür kann zum unüberwindbaren Hindernis werden, ein Gang in einem Geschäft zum „Engpass" - für Nutzer von Rollstuhl oder Rollator ist vieles ein Problem, was für Menschen ohne Behinderung oder Handicap eine Selbstverständlichkeit ist. „Deshalb ist es enorm wichtig, dass solche Blickwinkel in einer Stadt mit eingebracht werden", meint Bürgermeister Wolfgang Fischer. In Olsberg haben Menschen mit Behinderung oder Mobilitätseinschränkung ab sofort „im Blick", wo sie optimale Standards für Einkauf, Besuch oder Visite vorfinden: Die Behinderten-Interessen-Vertretung (BIV) in der Stadt Olsberg hat an zwölf Geschäfte und Einrichtungen in Olsberg das Qualitätssiegel „Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren" verliehen.

Seit dem vergangenen Jahr hatten die Fachleute der BIV in Zusammenarbeit mit den Geschäftsleuten zahlreiche Geschäfte, Märkte, Restaurants und andere Einrichtungen in Sachen Barrierefreiheit „unter die Lupe" genommen. Anhand einer Checkliste der NRW-Behindertenbeauftragten untersuchten die BIV-Mitglieder dabei, welche Bedingungen es für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator vor Ort gibt. „Für uns Betroffene bedeutet Barrierefreiheit ein Stück Komfort, das es uns erlaubt, selbstbestimmt zu leben", unterstreicht Kurt Bruhn. Gemeinsam mit dem HSK-Behindertenbeauftragten Heinz Arenhövel und Bürgermeister Wolfgang Fischer überreichte er die Qualitätssiegel jetzt im Olsberger Rathaus an die „Preisträger".

Das Signet „Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren" hatte die frühere NRW-Landesbehindertenbeauftragte Angelika Gemkow entwickelt. „Es steht für gute Standards im Gebäude - nicht für 100 Prozent Barrierefreiheit", erläutert Kurt Bruhn. Zwölf Olsberger Betriebe können nun damit werben, diese Standards zu erfüllen: Doc-Morris-, Adler- und Markt-Apotheke, Restaurant Syrtaki, die Filialen Ruhrstraße und Hauptstraße der Volksbank Brilon, HIT-Markt, Elektro Freisen, die Stadtbücherei Olsberg, die Filiale Hauptstraße der Sparkasse Hochsauerland, die Filiale Bahnhofstraße der Volksbank Sauerland sowie die Optik Hennecke. „Werben Sie mit dem Signet - zeigen Sie, dass Menschen mit Behinderung bei Ihnen willkommen sind", forderte BIV-Vorsitzender Bruhn die ausgezeichneten Betriebe auf.

Generell sei man bei den heimischen Unternehmen und Einrichtungen auf großes Interesse und die Bereitschaft zur Kooperation gestoßen, resümiert Kurt Bruhn. Einige hätten durch die Besuche sogar aktiv Verbesserungen vorgenommen - etwa, indem Beton- gegen rutschfeste Rampen ausgetauscht worden seien. Die BIV Olsberg lädt auch weitere Geschäfte, Betriebe und Institutionen ein, sich für das Signet „Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren" prüfen zu lassen. Interessierte können per E-Mail unter kurt.bruhn@t-online.de Kontakt mit der BIV aufnehmen.

Bürgermeister Wolfgang Fischer dankte sowohl den BIV-Aktiven wie auch den Unternehmen für ihr Engagement in Sachen Barrierefreiheit. Zumal dies nicht nur „Rollifahrer" betreffe, sondern Komfort und Teilhabe auch für viele Menschen im Alter garantiere, die nicht mehr so gut zu Fuß seien. Gerade für eine Stadt, in der zahlreiche Menschen mit Behinderung leben, sei das Siegel - im wahrsten Sinn des Wortes - „ein gutes Zeichen": „Es öffnet Wege, um nicht nur anzuklopfen, sondern auch hereingehen zu können."

 

 
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