Breitband: Für "schnelles Internet" startet der Ausbau noch in diesem Jahr

Breitband: Für "schnelles Internet" startet der Ausbau noch in diesem Jahr

Olsberg. Es ist ein Stück Daseinsvorsorge: „Schnelles Internet“ ist mittlerweile sowohl für Privathaushalte wie auch für Gewerbetreibende und Unternehmen zu einer Selbstverständlichkeit geworden - ähnlich wie die Versorgung mit Trinkwasser, Gas oder Strom. Allerdings: Gerade im ländlichen Raum ist die Breitbandtechnologie - quasi die „Zufahrt zu Datenautobahn“  - keineswegs eine Selbstverständlichkeit. In Olsberg soll das jetzt anders werden: Der weitere Breitbandausbau war Thema in der jüngsten Sitzung des Ausschusses Planen und Bauen.

In der Stadt Olsberg werden dabei verschiedene Bausteine verfolgt. Einer davon: Der eigene Netzausbau durch die Deutsche Telekom. Noch in diesem Jahr beginnt die Telekom damit, in verschiedenen Bereichen des Stadtgebietes Glasfaserkabel zu verlegen und Verteilerkästen umzurüsten. Profitieren werden dabei große Teile der Kernstadt sowie Teile von Elleringhausen, Bruchhausen, Wulmeringhausen, Helmeringhausen und Antfeld. Dann soll dort eine Versorgungsbandbreite von bis zu 100 Mbit/s im Downstream bei der Nutzung entsprechender Tarifangebote durch den Endkunden möglich werden. Der Vorteil: Eine Baukostenbeteiligung der Stadt Olsberg oder der begünstigten Haushalte ist nicht notwendig.

Möglich ist dieser Eigenausbau, weil das Projekt bei der Deutschen Telekom als wirtschaftlich angesehen wird. Anders verhält es sich bei kleineren Orten: Um hier die so genannte „Wirtschaftlichkeitslücke“ zu schließen, gibt es Förderprogramme. Die Stadt Olsberg will sich am GAK-Programm beteiligen, mit dem die Breitbandversorgung für Orte mit weniger als 6 Mbit/s Netzgeschwindigkeit verbessert werden soll. Die Telekom hat der Stadt Olsberg ein Angebot für Assinghausen, Wiemeringhausen, Brunskappel, Elpe und Heinrichsdorf vorgelegt. Hier würde dann für rund 1.230 Haushalte eine Bandbreite von 6 bis 50 Mbit/s im Downstream möglich werden. 90 Prozent der Summe, die nötig ist, um die Wirtschaftlichkeitslücke zu schließen, gibt es als Fördermittel. Die restlichen zehn Prozent - rund 88.000 Euro - sollen je zur Hälfte aus dem Stadt-Haushalt sowie aus den beteiligten Ortschaften heraus getragen werden.

Allerdings: Nicht ausgeschlossen ist, dass ein Teil der Orte auch unter das Förderprogramm des Bundes fallen - dann könnte der Eigenanteil reduziert oder sogar ganz wegfallen. Bis zum Herbst soll es Klarheit geben, nach welchem Förderprogramm der Breitbandausbau in Olsberg erfolgen wird. Einstimmig gaben die Ausschussmitglieder „grünes Licht“ für diesen Weg und beauftragten die Verwaltung, die entsprechenden Förderanträge vorzubereiten - und mit den jeweiligen Ortschaften das Gespräch über die Finanzierung des möglichen Eigenanteils zu suchen.

 
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