Umgestaltung: Gierskoppbach bekommt ein Stück Natur zurück

Umgestaltung: Gierskoppbach bekommt ein Stück Natur zurück

Olsberg. Der Gierskoppbach bekommt ein Stück Natur zurück: Die Stadt Olsberg gestaltet einen knapp 800 Meter langen Abschnitt des Gewässers naturnah um - und zwar zwischen der Mündung in der Ruhr entlang des Kurparks Dr. Grüne bis zur Fußgängerbrücke unterhalb der Firma Olsberg. Axel Sobirey vom Ingenieurbüro WAGU stellte den Mitgliedern des Ausschusses Ordnung und Soziales jetzt die entsprechenden Planungen vor.

Hintergrund: Voraussichtlich im kommenden Jahr führt die Stadt Olsberg die Arbeiten zum Kneipp-Erlebnispark durch, bei denen auch der Kurpark Dr. Grüne komplett neu gestaltet wird. Deshalb sei es sinnvoll, die Renaturierungsmaßnahmen bereits vorher anzusetzen, erläutert Elmar Trippe von der Olsberger Stadtverwaltung: „Schließlich wollen wir nicht, dass es zu Schäden an Maßnahmen kommt, die gerade fertiggestellt worden sind.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Stadt Olsberg mit der Renaturierung einer gesetzlichen Aufgabe nachkommt: Laut EU-Wasserrahmenrichtlinie sind Kommunen verpflichtet, bis spätestens zum Jahr 2027 Gewässer in einen „guten ökologischen Zustand“ zu versetzen.

Und davon sei der Gierskoppbach momentan noch weit entfernt, wie Axel Sobirey erläuterte. Durch die Umgestaltung soll in dem entsprechenden Abschnitt der Gierskoppbach durch Aufweitungen mehr Platz erhalten. Und zum anderen werden nicht standorttypische Pflanzen durch solche Gehölze ersetzt, die man an einem natürlichen Mittelgebirgs-Auenfluss findet. Im Bereich der Landschaftsspitze an der Einmündung zur Ruhr entsteht zudem ein Zugang zum Wasser - „hier kann dann ein natürliches Wassertretbecken genutzt werden“, so Axel Sobirey.

Im Kurpark Dr. Grüne werden die Fichten im Uferbereich verschwinden und durch standortgerechte Gewächse ersetzt. Fichten gehören nicht an ein Flussufer - auch, weil die Nadeln, die ins Gewässer fallen, den pH-Wert senken. Zudem könnten nicht standortgerechte Pflanzen sogar die Förderfähigkeit der Maßnahme insgesamt gefährden. Die Untere Landschaftsbehörde habe die entsprechenden Planungen begrüßt, erläuterte Axel Sobirey: „Der Gierskoppbach insgesamt wird aufgewertet.“ Bereits im Vorfeld habe man Gespräche mit direkt betroffenen Anliegern geführt, weil in einigen Bereichen Uferverbauten aus Beton gegen Uferbefestigungen aus Wasserbausteinen ausgetauscht werden. Allerdings gebe es am Ende hier statt weniger sogar mehr Hochwasserschutz, betont der Fachmann: „Den Anliegern entsteht kein Nachteil.“

Der Baubeginn ist nach Aussage des Planungsbüros für Oktober dieses Jahres vorgesehen.

 
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