Fit für die schulische Zukunft: Stadt Olsberg plant für Digitalisierung

Fit für die schulische Zukunft: Stadt Olsberg plant für Digitalisierung

Olsberg. Damit junge Menschen sich mit dem Wissen von morgen beschäftigen können, dürfen moderne Schulen nicht „von gestern“ sein: Um die Schulen der Stadt Olsberg möglichst gezielt und optimal digital weiterentwickeln zu können, soll ein ganzheitlicher Medienentwicklungsplan erstellt werden. Zudem sollen ab dem Jahr 2018 jährlich feste Beträge ins städtische Schulbudget eingestellt werden, um den Anforderungen an modernes Lernen gerecht zu werden. Noch in diesem Jahr werden insgesamt neun interaktive Tafeln beschafft. Das jedenfalls empfehlen die Mitglieder des Ausschusses Bildung, Sport, Freizeit einstimmig dem Olsberger Stadtrat.

Es dürfe nicht sein, dass die technologische Entwicklung voranschreite, eine Schule jedoch dieser Entwicklung hinterherhinke, argumentiert Elisabeth Nieder, Allgemeine Vertreterin von Bürgermeister Wolfgang Fischer. Dies gelte für alle städtischen Schulen - insbesondere aber für die Sekundarschule, wo es auch um das Thema Berufsvorbereitung gehe. Gleichzeitig sei das Thema Digitalisierung überaus komplex - beginnend bei der Stromversorgung für die Endgeräte. Man müsse davon ausgehen, dass das Leitungsnetz der Schulen für solch eine Stromabnahme nicht ausgelegt sei, so Elisabeth Nieder.

Damit die Digitalisierung der Schulen ganzheitlich und zielgerichtet angegangen werden kann, will die Stadt Olsberg deshalb ein Medienentwicklungskonzept erstellen lassen. Da es sich dabei um eine Aufgabe handelt, die gleichermaßen technisches wie pädagogisches Wissen voraussetzt, soll der kommunale IT-Dienstleister Citkomm damit beauftragt werden, der bereits für weitere Kommunen aus dem Verbandsgebiet entsprechende Pläne erstellt hat. Erste Ergebnisse könnten dann bis zum Beginn des kommenden Jahres erwartet werden. Mit in das Konzept gehören soll auch das Thema Fördermöglichkeiten, so Elisabeth Nieder. In Frage kommen zum Beispiel Förderprogramme des Bundes für den Breitbandausbau oder das Landesprogramm „Gute Schule 2020“.

Gleichzeitig schlägt der Ausschuss dem Stadtrat vor, ab dem kommenden Jahr jährlich feste Beträge für die Digitalisierung der Schulen im Stadthaushalt einzuplanen, die sich an den Ergebnissen des Medienentwicklungskonzepts orientieren. Denn es sei schon jetzt klar, dass damit hohe Kosten auf die Stadt Olsberg zukommen - die aber unerlässlich seien, wenn man auch in Zukunft ein attraktiver und moderner Schulstandort bleiben wolle, so Elisabeth Nieder: „Die Schulen der Stadt Olsberg sehen es mit Blick auf die rasch voranschreitende technische Entwicklung als eine ihrer Hauptaufgaben an, allen Schülerinnen und Schülern in ihrem Unterrichtsalltag die Möglichkeit zu geben, diese digitale Welt im geschützten und pädagogisch begleiteten Rahmen kennen und nutzen zu lernen.“ Auch CDU-Fraktionschef Burkhard Stehling sieht solche Investitionen von hoher Bedeutung: „Es ist wichtig und nötig, um die Schulen attraktiv zu halten.“

Zudem spricht sich der Ausschuss dafür aus, schon jetzt weitere neun interaktive Tafeln - so genannte „Whiteboards“ - anzuschaffen, um die Schulen an dieses Medium der Zukunft heranzuführen. Sechs Tafeln davon sollen an die Sekundarschule gehen, jeweils eine an die drei Grundschulen.

Olsberg müsse und werde auch in Zukunft ein attraktiver Schulstandort bleiben, unterstreicht Bürgermeister Wolfgang Fischer. Damit den Schülerinnen und Schülern gezeigt werden könne, wie sie sich in der digitalen Welt zurechtfinden und welche Möglichkeiten, aber auch Gefahren sie bietet, reiche es nicht, dies in der Theorie zu erklären: „Vielmehr müssen die Lehrkräfte viel mehr als bisher in dieser Welt leben, lernen und lehren.“

 
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