Vergabeverfahren zur Findung eines Landschaftsarchitekturbüros in Arbeitsgemeinschaft mit einem Beratenden Ingenieur zur Realisierung des Konzeptes Kneipp-Erlebnispark in Olsberg

Vergabeverfahren zur Findung eines Landschaftsarchitekturbüros in Arbeitsgemeinschaft mit einem Beratenden Ingenieur zur Realisierung des Konzeptes Kneipp-Erlebnispark in Olsberg

Die Stadt Olsberg im Hochsauerlandkreis – Kneipp-Heilbad und ältester Kneipp-Ort in Nord-rhein-Westfalen – besitzt eine naturräumlich gute Lage und verfügt über eine Historie als Gesundheits- und Tourismusstandort, die bis 1895 zurückreicht. Das wesentliche naturräumliche Potential der Stadt Olsberg liegt in der erlebbaren Natur mit den gut ausgebauten, thematisierten Wander- und Radwegen. Hinzu kommt eine gute gesundheitstouristische Infrastruktur mit dem AquaOlsberg und fünf Fachkliniken.

Trotz dieser guten Voraussetzungen ist es nicht ausreichend gelungen, die Verbindungen zwischen den Naturpotenzialen, der touristischen Angebotsstruktur und der medizinisch-therapeutischen Infrastruktur herzustellen und für den Gast sichtbar bzw. erlebbar zu machen. Im Speziellen fehlen die Erlebbarkeit der Kneipp-Historie und Anwendungsmöglichkeiten für Gäste / Patienten und Einheimische zur aktiven Gesundheitsförderung in den Grünflächen entlang der Ruhr. Diese Grünachse verbindet die Ortsteile Olsberg und Bigge sowie das AquaOlsberg und das Haus des Gastes / Konzerthalle mit dem Kurpark Dr. Grüne.

Das benannte Defizit soll durch die Umsetzung des innerstädtischen „Kneipp Erlebnisparks“ und der touristischen Inwertsetzung behoben werden. Hauptziel des Konzeptes „Kneipp-Erlebnispark“ ist die Schaffung einer barrierefreien, erlebnisorientierten „Grünachse“, die die kurörtlichen Attraktionen und Grünflächen entlang der Ruhr miteinander verbindet. Dabei soll eine räumliche und thematische Verbindung einzelner Grün- und Schwerpunktflächen hergestellt werden, die thematisch mittels der fünf Kneippelemente Wasser, Bewegung, Ernährung, Kräuter und Balance im Mittelpunkt gesetzt werden. Dadurch sollen attraktive Verweil- und Erlebnisangebote geschaffen werden.

Das Konzept verfolgt das Ziel, wesentlich zur Stärkung des gesundheitstouristischen Profils und einer spezifischen Zielgruppenansprache beizutragen. Auf der Grundlage der fünf Kneippelemente zielt das Konzept auf die Optimierung und Verbindung wesentlicher kurörtlicher Grünflächen und Attraktionspunkte entlang der Gewässer Ruhr, Gierskopp und Sitterbach ab. Die damit verbundene Schaffung neuer innovativer Angebote und die Erlebbarmachung der Naturpotentiale mit neuen Stationen mit jeweils unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten dient einerseits der Stärkung des gesundheitstouristischen Ortsprofils „Kneipp modern – natürliches Kneipperlebnis“ und andererseits zur zielgruppenspezifischen Ansprache mit dem Schwerpunkt „Best Ager“, erwachsenen Paaren sowie Familien.

Einige Stationen wurden in den vergangenen Jahren bereits durch Städtebaufördermittel und private Investitionen realisiert.

Station 1: Generationenpark
Der Generationenpark steht für den Themenkomplex „Bewegung“ in der Kneipp-Philosophie. Diese Station wurde im Jahr 2015 realisiert.

Station 2: Auftakt Kneipp-Aktivweg und Wassertreppe
Dieser Ort soll der Kommunikation und der Information über das touristische Angebot dienen und ist der Einstieg in den Kneipp- Erlebnispark.

Station 3 und 4: Sprung über das Wasser und über die Landschaftsspitze

Station 5: Lernort Kneipp mit Schwerpunkt Heilkräuter und Ernährung

Station 6: Kneipp-Park Dr. Grüne mit Sommerterrasse Errichtung eines zentralen Kneipp-Parks mit den Schwerpunktthemen Wasser, Balance / Ordnungstherapie und Bewegung.

Station 7: Beobachtungsstation an der Ruhraue Schaffung einer punktuellen Annäherung ans Wasser über eine Brücke mit Beobachtungsplattform.

Station 8: Lebensgarten – Ein Ort der Erinnerung Der Lebengarten ist ein Ort der Erinnerung, des Gedenkens und der Begegnung (Thema „Balance“). Er wurde 2016 durch Privatinvestitionen realisiert.

Station 9: Skulpturenpark „Olsberg Kneipp Figuren“

Zum Thema „Balance“ werden innerhalb des Erlebnisparks mehrere Standorte für Kunst vorgesehen. Die hier genannten Maßnahmen, die noch nicht realisiert sind, sollen 2018 und 2019 umgesetzt werden. Zur Vernetzung der Stationen soll ein Kneipp-Aktivweg mit einem Leitsystem als innerörtlicher, erlebnisorientierter Themenrundweg etabliert werden. Das einheitliche Beschilderungssystem soll Bewohner und Besucher lenken und so eine verbindendende Wirkung haben. Der Rundweg soll barrierefrei ausgebaut werden.

Er stellt durch besonders gestaltete Eingänge und dem Leitsystem eine Anbindung an die regionalen und überregionalen Wanderwege her. Im Rahmen eines Vergabeverfahrens sucht die Stadt Olsberg ein Landschaftsarchitekturbüro als Partner, mit dem die Realisierung der einzelnen Stationen des „Kneipp-Erlebnisparks“ in den folgenden Jahren stufenweise gelingen kann. Für die Umsetzung einer Fußgängerbrücke über die Ruhr „Beobachtungsstation an der Ruhraue“ sucht die Stadt Olsberg einen beratenden Ingenieur. Das Landschaftsarchitekturbüro soll für die Bewerbung und das Vergabeverfahren eine Arbeitsgemeinschaft mit einem beratenden Ingenieur eingehen.

 
 
Aktiv relaxen im AquaOlsberg
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